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Neue Presse | 14./15. Januar 2006
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Ausstellung im Historischen Museum
Mädchen und ihre schlimmen Schicksale
HANNOVER. Asha aus Indien, Djenebou, aus Afrika und Yoselin aus Ecuador in den Anden drei völlig unterschiedliche Mädchenschicksale, dargestellt in einer gemeinsamen Ausstellung des Kinderhilfswerks Plan International und des Historischen Museums unter der Schirmherrschaft von Senta Berger.
„Weil wir Mädchen sind...“ heißt die Schau, die beispielhaft vor Augen führt, welche Grausamkeiten Mädchen in vielen Teilen der Welt zu spüren bekommen. Sei es, dass sie erst gar nicht die Chance auf Leben haben wie in China, wo jeder vierte weibliche Fötus gezielt abgetrieben wird. Oder täglicher Gewalt ausgesetzt werden wie in Bolivien oder im Tschad, wo Mädchen bereits vor ihrem 15. Lebensjahr nach Vergewaltigungen schwanger werden.
Grausame Schicksale, die in der Ausstellung einen Namen bekommen Asha, Djenebou und Yoselin, die dem Besucher einen Einblick in ihr Leben gewähren und auf eine berührende Reise einladen. Auf Videos erzählen sie von ihren Wünschen und Träumen. Von Bedrohung und Diskriminierung. Doch bei aller Traurigkeit wolle man nicht einfach nur „das Elend der Welt präsentieren“, sagt Museumspädagoge Andreas Urban. Stattdessen wolle man „Perspektiven ändern“. Und so kann der Besucher Hirse stampfen und eintauchen in den schweren Alltag in den Anden. „Gespannt sind wir natürlich auch auf die Reaktionen unserer männlichen Besucher“, so Urban. Denn grade die seien es doch, die man mit diesem Thema erreichen müsse.
Die Ausstellung läuft bis 23. Juli. Sonntag wird sie von Schirmherrin Senta Berger um 11.15 eröffnet.
von Nora Lysk
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
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